Kunst die wachrüttelt – WECKSTEIN
Wenn aus Ärger Kunst entsteht
Die Geschichte und die Bedeutung dieser Werke sind vielschichtig. Wer ihrer Tiefe wirklich auf den Grund gehen möchte, darf sich Zeit nehmen – die Einladung steht, hier einen Moment zu verweilen und einzutauchen.
Für alle Ungeduldigen die Kurzversion einer sechsjährigen Entstehungsreise: Beim Spazieren hat zunächst der liegengelassene Abfall genervt. Dann kam der Impuls, ihn einzusammeln – gefolgt vom nächsten Ärger darüber, nun den Müll anderer Menschen beseitigen zu müssen, oft nur wenige Meter neben einem Abfalleimer. Dieses Unverständnis und der Ärger haben den inneren Coaching‑Instinkt geweckt: „Die Leute muss man anders erreichen.“
Spätestens bei den Bierdosen auf der Kuhweide war der Punkt überschritten: Die Wut über ein solches Verhalten war so gross, dass ich die Verursacher am liebsten kräftig geschüttelt hätte. Auf dem Heimweg lag dann dieser einzelne Pflasterstein – schwer genug, um der Wut als Wurfgeschoss Ausdruck zu verleihen (was selbstverständlich nicht passiert ist).
Es folgte eine mehrjährige Gär‑Phase: Ärger, Stein, rütteln, aufwecken … daraus entstand WECKSTEIN – Kunst, die wachrüttelt. Aus dem Wunsch, Menschen zum Nachdenken einzuladen, wurde der Pflasterstein zum Podest (emotionaler Teil) und der gesammelte Müll zum Objekt (Spiegel). Beide sorgfältig aufgearbeitet, versehen mit Titeln, inspiriert von Fundort, Emotion, Situation und den eigenen Gedanken.
So entsteht die Magie: In der Begegnung mit diesen Objekten öffnet sich ein Raum für Fantasie, Dialog und gegenseitiges Eintauchen in die jeweilige Gedankenwelt – der WECK‑RUF.